Immer mit der Ruhe.

„Das ist doch ein Aussie – der braucht viel Bewegung! Hüten, Agility, dann noch Radfahren! Immer Action, ein Alltagshund ist das nicht.“ Quatsch mit Soße würden wir da in der Kita sagen. Und zwar mit viel Soße. Ich kann diese Vorurteile so langsam nicht mehr hören. Natürlich sind Aussie’s auch gute Sporthunde, aber genauso super Alltagsbegleiter. Sie brauchen nicht 24/7 Action, im Gegenteil. Die Ruhe muss gelernt werden!
Jazz fahrt total schnell auf 360°, da sind bei uns dann Entspannungsübungen angesagt. Wir haben ein Entspannungssignal – bei uns ‚easy‘ – und auch Isometrische Übungen helfen uns durch den Alltag. Dazu kann ich gerne mal noch einen anderen Beitrag schreiben, falls da Interesse besteht.

Gestern war für Jazz ein ziemlich stressiger Tag. Mein Vater war mit ihm Gassi (was eher eine Seltenheit ist), da ich eigentlich erst gegen 20 Uhr heimgekommen wäre. Ich kam zwar schon früher heim, war aber total fertig und hab mich dann mit Fieber erst einmal ins Bett gelegt. Solche Kleinigkeiten machen den Alltag für Jazz ziemlich schwierig. Ich war dann gestern fix und fertig und habe mich nicht mehr mit Jazz beschäftigen können. Tja, heute habe ich dann den Salat. Ich bin nun krank geschrieben und bin immer noch nicht fit, kann kaum sprechen. Neue Challenge für Jazz und mich. Wir können zwar auch gut ohne Worte kommunizieren, aber es ist eben doch eine Ausnahmesituation! Dann war mal wieder ein  stressiger, aufgedrehter Hund in unserem Haus zugange. Ich bin ganz ehrlich mit euch, an manchen Tagen ist es nicht einfach, die Ruhe zu behalten. Gerade wenn es einem selbst nicht gut geht. Deshalb habe ich heute auch nichts großartiges mit ihm gemacht. Das Gassi gehen war unglaublich schwierig, hier und da und dort musste geschnuppert werden, schön an der Leine zu laufen wird auch überbewertet – ziehen macht doch viel mehr Spaß. Der weit entfernte Zug war dann auch irgendwie gruslig. Mittlerweile gab es Abendessen und Jazz liegt fix und fertig neben mir. Hoffen wir mal, dass es morgen besser ist.

Was ich euch damit sagen möchte: egal, ob Alltagshund oder Sporthund: manche Tage sind einfach anders. Da klappt es hier und da einfach mal nicht – halb so wild. Wenn es einem besser geht, der Stress vorübergegangen ist und neue Kraft gesammelt wurde, einfach ein paar Schritte zurück gehen und von 0 anfangen. Hier also mal ein Blogeintrag über einen nicht-so-tollen Aussie-Alltagshund 😉

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2 Kommentare zu „Immer mit der Ruhe.

  1. So ist es. Auch bei anderen Rassen. Wir haben einen nahezu hyperaktiven Terriermischling damals zu uns genommen. Muss man halt entsprechend mit umgehen.
    Auf einem Spaziergang traf ich einen Mann mit zwei großen Münsterländen, der betonte, wieviel Bewegung und Auslastung diese Hunde nunmal bräuchten. Er und seine Frau würden täglich mit ihnen 60km Fahrrad fahren, eine Stunde joggen gehen, Hundesport machen und natürlich die normalen Gassirunden für den Hund… Tja, man kann es den Hunden auch selber antrainieren…^^
    Lieben Gruß,
    Jo

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